Im Gespräch mit Femke und Maxime von HKliving
Im Gespräch mit Maxime und Femke von HKliving
Maxime und Femke sind zwei der 45 Talente hinter dem unglaublich erfolgreichen HKliving. Maxime kümmert sich um das Branding von HKliving. Von Social Content bis zum Ausarbeiten von Strategien und von der Planung von Kampagnen bis zur Präsenz auf Events und Messen. Femke ist in ihrer Funktion als Creative Designer und Stylistin sowohl für die Designs als auch für die Shootings der von 70s-Vibes durchdrungenen Marke verantwortlich. Also zwei Kreativköpfe, doing their magic bei einer der beliebtesten Interior-Marken der Niederlande. Mit denen wollten wir uns unbedingt mal unterhalten! Über authentische Einrichtungen, ihr Vintage-Gefühl, Farbe, Inspiration und Nachhaltigkeit.

First things first: Wie seid ihr bei HKliving gelandet?
HKliving ist aktuell in mehr als 70 Ländern zu finden. Kein Wunder, denn mit seinen tiefen Farben, cozy Designs und dem 70er-Jahre-Flair punktet HKliving bei so manchem Einrichtungsfan. Wie Femke und Maxime bei der erfolgreichen Interior-Marke gelandet sind? Femke stammt zunächst einmal aus einem kreativen Nest. Femke: „Mein Vater baut wirklich alles im Haus selbst. Meine Mutter macht wunderschöne Blumengestecke und richtet das Haus mit viel Liebe ein. Früher hatten wir einen Keller voller Vasen. Da hat die Liebe zum Interior bei mir, glaube ich, angefangen.“ Es folgte eine Interior-Ausbildung an der Academy Artemis, und direkt danach konnte sie bei HKliving anfangen. Maxime hatte einen ganz anderen Startpunkt: „Als ich 14 war, wollte ich zur Koninklijke Marechaussee, haha!“ Das Leben hatte etwas anderes für sie parat. „Ich habe das erste Jahr am AmFi (Amsterdam Fashion Institute) gemacht und danach eine Ausbildung in Kommunikation. Als ich anfing zu arbeiten, bin ich bei einem Gardinenlieferanten eingestiegen. Zunächst mit Blick auf PR und Marketing. Aber durch die tägliche Verbindung zum Interior habe ich schnell gemerkt, dass es für mich echter Reichtum ist, zwischen schönen Dingen nach Hause zu kommen!“


Mode: die Inspirationsquelle für deine Einrichtung
Maximes Start in der Modebranche finden wir spannend! Und wir sind uns einig: Mode und Interior haben viele Berührungspunkte.Femke sagt dazu: „Ich sehe Interior so: Damit kleidest du dein Zuhause eigentlich ein, auf eine Art, die sich für dich gut anfühlt. Genau wie Kleidung ist Interior für mich eine Verlängerung deiner selbst. Und ich glaube auch, dass sich mein Kleidungsstil mit meinem Einrichtungsstil überschneidet: Ich mag den Mix aus Vintage und Neu in meinem Kleiderschrank. Das ist auch das, was wir bei HKliving machen.“

Woher holt ihr euch sonst eure Einrichtungsinspiration?
Femke: „Wir machen hier sehr viel Research. Dabei schauen wir, welche Hotels, Designer und Fashion Designer gerade cool sind. Travel und Art inspirieren uns total.“ Trends folgt man bei HKliving eher weniger. Femke: „Wir schauen vor allem auf Konzepte, die wir um uns herum sehen: Was spricht uns im Moment an? Und sehr vieles, was wir dann machen, ist einfach Bauchgefühl. Sobald uns etwas begeistert, sind HKliving-Produkte und die dazugehörigen Kategorien schnell das Ergebnis.“
Als wir Maxime fragen, inwieweit das Marketing bei diesem Bauchgefühl noch ein Wörtchen mitzureden hat, antwortet sie: „Wir vertrauen in unserem Team sehr auf die Expertise der anderen. Natürlich verkauft sich das eine Produkt viel schneller als das andere, aber das kann unsere Einkaufsabteilung wiederum sehr gut berücksichtigen. Persönlich finde ich spannend, dass man, um das Gesamtbild zu schaffen, auch ausgefallene Produkte braucht, die vielleicht kommerzieller sind. Gerade diese Eyecatcher unterstreichen das Konzept und die dazugehörige Stimmung. Sie sorgen dafür, dass die Leute die komplette Kollektion besser verstehen. Ein gutes Beispiel dafür ist unsere knallpinke Kommode. Es ist ein bisschen wie bei Mode: Wenn ein Teil sehr auffällig ist, wirkt es stark, wenn der Rest etwas ruhiger ist. So funktioniert es auch beim Interior. Eyecatcher werden gerade durch die schlichte Umgebung verstärkt.“
Maxime:
„Es ist ein bisschen wie bei Mode: Wenn ein Teil sehr auffällig ist, wirkt es stark, wenn der Rest etwas ruhiger ist. So funktioniert es auch beim Interior. Eyecatcher werden gerade durch die schlichte Umgebung verstärkt.“

Und der Einfluss von Vintage und Retro: Woher kommt der?
Femke: „Ich glaube, dass sich im Moment jeder ein bisschen nach der Vergangenheit sehnt. Vintage und Retro bleiben ein Ding. Es gibt einen Run auf Secondhand-Sachen. Ich glaube, das kommt aus dem Wunsch nach Nachhaltigkeit, dem Bedürfnis nach einem einzigartigen Stil und der Romantik von früher.“ Maxime: „Ja, und langfristiges Denken wird auch in der Einrichtungsbranche immer mehr zum Thema, merke ich. Die Leute sparen lieber auf Stücke, die sie wirklich schön finden, und wollen sie noch sehr lange behalten oder nutzen. Ich glaube, dass Nachhaltigkeit mehr und mehr zum Lifestyle wird statt zu einem Trend.“
Femke:
„Es gibt einen Run auf Secondhand-Sachen. Ich glaube, das kommt aus dem Wunsch nach Nachhaltigkeit,
dem Bedürfnis nach einem einzigartigen Stil und der Romantik von früher.“

Zurück zum Stil von HKliving. Gibt es ein bestimmtes Thema, das wir in der aktuellen Kollektion wiederfinden?
Femke: „Retro ist wirklich fest in unserer DNA verwoben. Außerdem findest du in der aktuellen Kollektion viel Laziness und Komfort: moody Sofas oder Geschirr in tiefen Farben.

Ja, Farbe! Darüber müssen wir natürlich noch kurz sprechen. Denn inwieweit spielt Farbe bei HKliving eine wichtige Rolle?
Femke: „Farbe ist uns sehr wichtig. Wir arbeiten in jeder Kollektion mit einigen mutigen Farben. Welche Farben wir wählen, hängt stark von der Idee hinter der Kollektion ab: Welche Stimmung wollen wir erzeugen? Wir haben im Büro eine große Wand mit Inspiration. Dort hängen jede Menge Bilder und Farbmuster, und anhand davon suchen wir nach der Balance. Beim Entwerfen der Kollektion haben wir immer die Farbmusterbox von fairf zur Hand. Auch in unserem Showroom wählen wir die Farben sehr bewusst. So haben wir die Farben ‚Hay‘ und ‚Mahogany‘ von fairf sehr oft verwendet. Drumherum setzen wir dann etwas knalligere Farben oder auffälligere Materialien aus unseren eigenen Designs. Das Ergebnis ist ein ausgewogenes und spannendes Interior.“„Beim Entwerfen der Kollektion haben wir immer die Farbmusterbox von fairf zur Hand.“




